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Die Grabungen und Funde im westlichen Aargau

erstellt von webmaster |

Bevor der Beton kam, waren hier die Archäologen in ihrem Element.

 

Die Zeiten haben sich geändert, aber die Vorlieben der Menschen für bestimmte Wohnlagen nicht. So findet die Kantonsarchäologie bei der Begleitung von modernen Bauprojekten oft Spuren aus verschiedenen Jahrtausenden. Eine Auswahl der neusten Grabungen aus der Region.

von Janine Gloor - az Aargauer Zeitung 18.11.2018 um 04:00 Uhr

 

Schöftland

Bauprojekten oft Spuren aus verschiedenen Jahrtausenden. Eine Auswahl der neusten Grabungen aus der Region.

Handwerker suchten die Nähe zum Wasser

Bei einer grossen Überbauung mit Tiefgarage hat die Kantonsarchäologie eine Grabung am Benoit-May-Weg durchgeführt. Dass hier etwas im Boden steckt, war anzunehmen. Die archäologische Fundstellenkarte zeigte an, dass sich die Baustelle auf einer Verdachtsfläche befand. In einer Überschwemmungsebene der Suhre fanden die Archäologen Reste einer hoch- bis spätmittelalterlichen Siedlung.

Die Lage am Wasser ist von den Siedlern bewusst gewählt worden, denn es handelte sich um ein Handwerkerviertel. Im Mittelalter wurde hier an der Suhre gearbeitet. «Hinweise auf einen hölzernen Kanal sowie mehrere Mühlsteinfragmente deuten auf eine Nutzung der Wasserkraft für gewerbliche Zwecke», sagt Luisa Galioto, Bereichsleiterin Ausgrabungen bei der Kantonsarchäologie. Von den Häusern, die hier einst standen, konnten die Archäologen nur noch die Pfostenabdrücke im Boden feststellen. Die Archäologen haben auch die Überreste von Gruben gefunden, die als Keller dienten oder als sogenannte Grubenhäuser. Diese waren etwa einen halben bis einen Meter tief, darüber stand ein Holz- oder Fachwerkhäuschen mit einem Strohdach. «Die Grubenhäuser wurden vorwiegend als Werkstatt benutzt», sagt Luisa Galioto.

Weil es in den Grubenhäusern feucht gewesen sein dürfte, wird vermutet, dass sie für die Verarbeitung von Textilien verwendet wurden, da die Feuchtigkeit den gewobenen Stoff weicher macht. Für die Menschen dürfte die Feuchtigkeit eher unangenehm gewesen sein. Im Handwerkerviertel wurde auch gewohnt. Der restliche Teil der Siedlung befand sich auf einer Hochterrasse im Osten – im Trockenen. Wie viele Leute im Handwerkerviertel gewohnt und gearbeitet haben, weiss Galioto nicht. «Dafür wurde die Siedlung zu wenig untersucht», sagt sie. Die Kantonsarchäologie geht jedoch davon aus, dass die Siedlung nur von kurzer Dauer war, da sie nur für den Zeitraum des 11. bis 13. Jahrhundert nachgewiesen werden kann. Über die Gründe, warum sie verlassen wurde, kann ebenfalls nur spekuliert werden. «Vielleicht wurde sie unrentabel», sagt Galioto. Auch im Mittelalter gab es wirtschaftlich gute und schlechte Zeiten. Brandschuttreste zeugen von einem Feuer, das vielleicht dazu führte, dass die Siedlung aufgegeben wurde.

Bild: © Kantonsarchäologie Aargau

 

Hier gibts den ganzen Bericht aus der AZ

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